Wenn nicht wir, wer dann, wenn nicht jetzt, wann denn...
„Fragt uns, wir sind die Letzten...“

Eindrucksvolle DVD berichtet über das 3. Zeitzeugenprojekt des Diözesanrates


Ende Mai 2009 führte der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln in Kooperation mit dem Maximilian-Kolbe-Werk und dem Dekanatsrat Kerpen sowie der Medienzentrale des Erzbistums Köln nach 2005 und 2007 ein weiteres Zeitzeugenprojekt durch. „Wenn nicht wir, wer dann, wenn nicht jetzt, wann denn...- Fragt uns, wir sind die Letzten...“, so war dieses achttätige Zeitzeugenprojekt mit acht KZ- und Ghetto-Überlebenden aus Polen überschrieben.

Mit Hilfe der Medienzentrale im Erzbistum Köln und mit Unterstützung des Maximilian-Kolbe-Werk in Freiburg sowie der Pax Bank eG Köln konnte eine filmische Aufarbeitung der acht Tage realisiert werden. Startpunkt auf der DVD, die für die Arbeit mit jungen Menschen in Schulen, Verbänden und Organisationen hergestellt wurde, ist eine Reportage über das Zeitzeugenprojekt 2009.

Wer tiefer in die Materie einsteigen will, kann dies mit der Dokumentation tun, die weitere Kapitel mit etwa 40 Minuten Länge umfasst. Außerdem findet sich noch ein Interview mit den zwei Zeitzeugen Ignacy Krasnokucki und Maria Maka als Bonus –Material auf der DVD. Die polnischen Zeitzeugen im Alter zwischen 70 und 85 Jahren berichteten in einer Vielzahl Veranstaltungen über ihr Schicksal und riefen dabei zu Toleranz und Versöhnung auf.

In den Gesprächen in weiterführenden Schulen in Lohmar, Siegburg, Bonn, Köln und Kerpen erreichten Sie über 5.000 Schülerinnen und Schüler. Maria Maķa, eine der Zeitzeuginnen, die als 14jährige ins Internierungslager Potulice (Polen) kam, sagte am Ende ihres Vortrages: „Man kann mit Deutschen zusammenleben. Manche haben uns geholfen. Ich sehe, dass ihr aus vielen Ländern seid. Pflegt eure Freundschaften, das ist das Wichtigste im Leben.“

Die DVD kann ab Ende Januar 2010 beim Maximilian-Kolbe-Werk und bei der Medienzentrale des Erzbistums Köln sowie beim Diözesanrat bestellt werden.

Sie soll einen Beitrag dazu leisten, die schrecklichen Greueltaten, die an Menschen während der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft begangen wurden, nie in Vergessenheit geraten. Nur durch die Anerkennung der menschlichen Würde des jeweils anderen Menschen wird es gelingen Frieden und Gerechtigkeit, Versöhnung und gegenseitige Anerkennung bei den Menschen und unter den Völkern auf dieser Welt zu bewahren.

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